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Das einzigartige und weltberühmte Zeughaus in Graz war das zentrale Waffendepot der Steiermark in der Zeit der Türkenkriege. 32.000 Exponate sind erhalten und in historischer Aufstellung präsentiert, darunter Harnische, Panzerhemden, Helme, Waffen und anderes Kriegsgerät. Die Wehrgeschichte der Steiermark wird in einer eigenen Ausstellung in der Kanonenhalle veranschaulicht.
Infos zu Öffnungszeiten und Führungen:Landeszeughaus, Herrengasse 16
Das Gebäude des Landeszeughauses wurde durch den Baumeister Antonio Solar und steirischen Handwerkern in den Jahren 1642 bis 1644 errichtet und fünf Jahre später offiziell in Betrieb genommen. Es diente als zentrales Depot für die Waffenbestände der steirischen Landstände (Vertreter von Adel, Klerus und Bürgerschaft) und umfasste im Jahr 1699 seinen Höchststand. Damals wurden 189.000 Waffen aller Art in ihm gelagert. 1749 wäre das landschaftliche Zeughaus per Order Maria Theresias beinahe aufgelöst und die Waffen und Rüstungen verkauft worden. Die Steirer setzten sich dagegen erfolgreich zur Wehr und retteten damit das Zeughaus. Das Besondere am Landeszeughaus Graz ist seine Authentizität. Es beherbergt eine der wenigen Waffensammlungen, die am Originalort des 17. Jahrhunderts erhalten geblieben sind. Auf jeden Fall ist sie mit ihren 32.000 Stück die weltgrößte vergleichbarer Kollektionen.
